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"Spittelmarkt". Kriminalroman von Bernward Schneider. Erscheint im Juli 2010 im Gmeiner Verlag.
Heute erinnert nichts mehr an den historischen Spittelmarkt, wie er bis zum 2. Weltkrieg im alten Herzen
Berlins bestand. Nach den schweren Kriegszerstörungen hat der einst dicht bebaute und belebte Platz, der im 19.
Jahrhundert einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte der aufblühenden Reichshauptstadt Berlin wurde, seine vormalige
Form vollständig verloren.
 In die Gegend um den Spittelmarkt führt im Winter 1933 die Spur des geheimnisvollen ›Pharao‹, des Führers einer zwielichtigen
Geheimgesellschaft, die am Vorabend von Hitlers Machtergreifung in der Hauptstadt ihre finsteren Machenschaften
verfolgt. Der Berliner Anwalt Eugen Goltz versucht die Hintergründe eines Mordgeschehens aufzuklären, in das er
durch die Gesellschaft verstrickt worden ist. Seine Nachforschungen geraten ins Stocken, als am 30. Januar 1933
Adolf Hitler überraschend zum Reichskanzler ernannt wird. Goltz, der sich gefährliche Feinde geschaffen hat, bekommt
zunehmend das Gefühl, in eine ausweglose Lage geraten zu sein. Dem Rat einer Freundin folgend trifft er Vorkehrungen
dafür, Deuschland heimlich zu verlassen. Das Datum der Abreise ist für die Nacht des 27. Februar 1933 festgesetzt.
Am Nachmittag des Abreisetages erhält Goltz einen Hinweis, dass sich das geheime Haus der okkulten Gesellschaft,
nach dem er seit langem vergeblich gesucht hat, in der Nähe des Spittelmarktes befinden soll. Goltz beschließt,
die ihm verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt des Zuges für die Weiterverfolgung der nun offen vor ihm liegenden
Fährte zu nutzen. Aber nun überschlagen sich die Ereignisse. Stück für Stück entrollen sich vor Goltz furchtbare
Zusammenhänge, und es öffnet sich ihm ein Blick in die Hölle. In der Nacht, in der in Berlin der Reichstag brennt,
kämpft er verzweifelt darum, den Häschern des bösen ›Pharao‹, um dessen wahre Indentität er nun weiß, zu entkommen.
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